Krankenhäu­ser im Saarland sind maßlos enttäuscht

Montag, 26. Februar 2024

Wie kaum anders erwartet hat der Vermittlungs­aus­schuss das Krankenhaustrans­pa­renz­ge­setz unverändert bestätigt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Saarländi­schen Krankenhaus­ge­sell­schaft e.V. (SKG), Manfred Klein: „Unsere Krankenhäu­ser sind von Gesundheits­mi­nis­ter Karl Lauterbach und den Ministerprä­si­den­ten und Ministerprä­si­den­tin­nen maßlos enttäuscht, weil sie den Kliniken die dringend notwendigen Finanzhil­fen zur Deckung der Betriebskos­ten weiterhin verweigern.“ Mit jedem Tag steige das Risiko, dass ein Krankenhaus geschlossen wird, wenn die Defizite zur Insolvenz führen und es keine positive Fortführungs­pro­gnose gibt. „Deshalb appellieren wir an Ministerprä­si­den­tin Anke Rehlinger, sich auf der Bundesebene mit größtem Nachdruck für einen zeitnahen Inflations­aus­gleich für die Krankenhäu­ser einzusetzen.“ Die Länder hatten bereits Ende letzten Jahres gefordert, den Landesbasis­fall­wert 2024, d.h. den „Preis“ für die Leistungen der Krankenhäu­ser, um zusätzliche 4 Prozent anzuheben, aber geschehen ist bisher nichts. Die Krankenhäu­ser dürfen aufgrund gesetzlicher Bestimmun­gen ihre Kostenstei­ge­rung nicht vollständig weitergeben und erwirtschaf­ten damit allein im Saarland ein stündlich um 6.982 Euro steigendes Defizit; bundesweit steigt das Defizit aller Kranken-häuser stündlich um 589.262 Euro. „Wenn nicht rasch etwas geschieht, wird die Krankenhaus­ver­sor­gung über kurz oder lang zusammenbre­chen,“ ergänzt der Geschäfts­füh­rer der SKG. Dr. Thomas Jakobs. „In dieser Situation ist es mehr als verständlich, dass bei den Kliniklei­tun­gen der Geduldsfa­den demnächst reißen wird. Wir brauchen keine vagen Versprechen und keine Durchhalte­pa­ro­len – die Krankenhäu­ser brauchen sehr schnell ganz konkrete Hilfen.“

Die Saarländi­sche Krankenhaus­ge­sell­schaft e.V. (SKG) ist der Dachverband der Krankenhaus­trä­ger im Saarland. Sie vertritt seit 1950 die Interessen von gegenwärtig 19 Krankenhäu­sern des Saarlandes in der Landes- wie Bundespoli­tik und nimmt ihr per Gesetz übertragene Aufgaben wahr. Die saarländi­schen Krankenhäu­ser versorgen jährlich stationär etwa 245.000 Patienten. Mit zusammenge­n­om­men rund 14.000 Mitarbeite­rin­nen und Mitarbeitern sind sie einer der größten Arbeitgeber des Saarlandes.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • SKG-Vorsitzen­der, Manfred Klein, Tel.: 06831 / 962 - 461
  • stv. SKG-Vorsitzen­der, Bernd Mege, Tel.: 0681 / 889 - 2299
  • SKG-Geschäfts­füh­rer, Dr. Thomas Jakobs, Tel.: 0681 / 92611 - 11